„Läuft chinesischer Wein den Franzosen bald den Rang ab?“, fragte kürzlich auch der Kritiker Manfred Klimek.** Tatsächlich werden im Reich der Mitte inzwischen exzellente Rotweine erzeugt, die so manchen edlen Bordeaux in den Schatten stellen. Bestes Beispiel ist dieser Purple Air, den die renommierte englische Weinexpertin Jancis Robinson bei einer Blindprobe zunächst für einen oft doppelt so teuren Premier Grand Cru Classé A aus Saint-Émilion hielt:
„Ausgezeichnet – ich dachte, es sei einer meiner liebsten Bordeaux.“ (Jancis Robinson)*
Rubinrot. In der Nase konzentrierte Aromen von Süßkirschen und dunklen Beeren, gewürzt mit Noten von Zedernholz, Menthol und schwarzem Pfeffer. Am Gaumen Nuancen von Brombeeren, Pflaumen, grüner Paprika und Kaffee. Ein intensiver, komplexer Spitzen-Cabernet, der nicht zu opulent, sondern herrlich frisch und finessenreich schmeckt. Und der zweifellos an die besten (und kostbarsten) Bordeaux heranreicht.
*jancisrobinson.com/articles/how-good-are-chinas-top-wines
**Die Welt,18.03.2023







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